Ehrenmitglieder der Musikkapelle Hohenstaufen

 

 

Martin Böhringer

Martin ist einer der ältesten Musiker, Ehrenmitglied und seit über 50 Jahren ein wertvolles aktives Mitglied in unserer Kapelle.
Wichtig für ihn sind nicht nur seine musikalischen BEiträge, sondern auch seine Meinung zu Themen die die Musikapelle im Allgemeinen betreffend. Er ist im doppelten Sinne ein stimmgewaltiger Baritonist, den wir hoffentlich noch lange in unseren Reihen sehen dürfen.
Bei Gott, er würde uns fehlen.

 

Walter Herzog, trockener Humor

Das Markenzeichen von Walter - oder auch Jimmy, wie ihn viele ältere Musiker nannten - war sein trockener Humor. Disziplinlosigkeit konnte ihm die Zornesröte ins Gesicht treiben. Auf Walter war deshalb auch immer Verlass, obwohl ihm sein Beruf in den letzten Jahren seiner 50jährigen aktiven Laufbahn als Musiker nicht immer die gewünschte Zeit dafür gab.

 

 


Franz Hofmann

Dirigent, Komponist und hervorragender Musiker, dessen Leben der Blasmusik gewidmet war.
Im heutigen Slowenien geboren, kam er infolge des Krieges nach Deutschland und fand bei Salamander in Faurndau Arbeit. In der Werkskapelle spielte er viele Jahre Tenorhorn, bevor er zu deren Dirigenten berufen wurde. Fritz Seitz jun. arbeitete und musizierte ebenfalls bei Salamander.
Nach dem altersbedingten Rücktritt von Ernst Hausch im Jahr 1965 fand die Musikkapelle Hohenstaufen in Franz Hofmann einen neuen Dirigenten der ihr, durch die übereinstimmenden Musikvorstellungen, wie auf den Leib geschnitten war. Er beherrschte alle Instrumente, komponierte für die Musikkapelle Hohenstaufen unzählige und unvergessliche Polka's, Walzer und Märsche, die alle seine Herkunft deutlich machten. Eine Ecke des ehemaligen Jugoslawien, die auch die Heimat der bekannten Oberkrainer ist.
Kaiserbergsteige, Schwabenmädel, Schlittenfahrt, Orient Walzer und nicht zu vergessen der "Hohenstaufen Marsch", sind nur einige Beispiele seines musikalischen Temperaments und Könnens. Es kam vor, dass er einem Musiker auf dessen eigenem Instrument vorspielte wie er seine Komposition intoniert haben wollte. Unter seiner musikalischen Leitung erreichte die Kapelle ihre bisher größte Spielstärke von 39 Musikern. Mit ihm wurde die Reise nach Foggia zu einem musikalischen Erfolg.
Hätte Franz Hofmann seine Passion zur Profession gemacht, seiner Musik wäre einer großen Verbreitung nichts im Weg gestanden.
Franz Hofmann war nicht nur 17 Jahre Dirigent der Musikkapelle Hohenstaufen, sondern auch deren musikalischer Wegweiser der einen nachhaltigen Eindruck nicht nur im Musikverständnis bei den heute noch aktiven Musikern hinterlies. Er war mit Hohenstaufen so verbunden, dass er auch seinen Wohnsitz nach Hohenstaufen verlegte.
Im Alter von 75 Jahren verstarb er und wurde in Hohenstaufen begraben. Sein Grab wird von Angehörigen der Musikkapelle gepflegt.

 

Edwin Lehmann, immer zur Stelle

Viele Jahre Wirtschaftsführer bedeutete eiserne Disziplin, egal um welche Tageszeit. Edwin war bei jedem Fest unangefochten der erste auf dem Platz. Aber nicht nur bei diesen Anlässen, auch sonst war auf ihn immer Verlass. Mit seinem unermüdlichen Einsatz war er nicht nur Vorbild, sondern schuf mit seinem Verhalten die für die Vorstandschaft notwendige Vertrauensbasis. Nie war Edwin etwas zuviel. Unterstützung, die er erfuhr, belohnte er immer mit einem Dank. Freundlichkeit stand Edwin ins Gesicht geschrieben. Er verstand es mit allen Menschen zu reden, ob alt oder jung, bekannt oder fremd. Auf Menschen zuzugehen war Edwin ein Leichtes.

 

 

Erich Schurr

Erich Schurr folgte wie viele andere den Fußstapfen seines Vaters und begann 1953 seinen musikalischen Lebensweg bei der Musikkapelle Hohenstaufen, der er bis zum heutigen Tag treu blieb, 54 Jahre. Eine lange Zeit in der er Höhen und Tiefen mit der Kapelle durchlebte.
Anders wie sein Vater, fühlte er sich zum "Holz" hingezogen. Zuerst die B-Klarinette, später, nachdem Kurt Frasch ausschied, die Es-Klarinette und seit einigen Jahren wieder die B-Klarinette.
Erich Schurr war immer ein sehr zuverlässiges Mitglied der Gemeinschaft nicht nur was den musikalischen Teil betrifft, sondern auch den kameradschaftlichen und dies trotz beruflichem Engagement in der eigenen Schreinerei und später in der Berufsfeuerwehr.
Als Ausschussmitglied  wirkte er über viele Jahre hinweg an der Führung und Gestaltung der Musikkapelle wesentlich mit. Darüber hinaus unterrichtete er einige Jugendliche an der Klarinette. Dem nicht genug war Erich Vizedirigent unter Franz Hofmann von 1979 bis 1986. Am 17 März 1987 übernahm er die musikalische Leitung der Kapelle und führte sie bis 1997, auch wenn es ihm nicht immer leicht gemacht wurde, nach vorne. Sowohl die Arbeit im Ausschuss, die eines Ausbilders und nicht zuletzt die als Dirigent erforder  Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit. Beide Wesensbestandteile sind Erich zueigen.
Wir sind stolz, einen so verdienten Musiker wie Erich in unseren Reihen zu haben, der mit Rat und Tat seinen Musikkameraden auch heute noch zur Seite steht.

 

Wilhelm Schurr, der ruhende Pol

Wenn die Wogen hoch schlagen und der Überblick verloren zu gehen schien, Diskussion und Meinungen hart aufeinander prallten, war Wilhelm derjenige, der mit Besonnenheit reagierte und Ruhe in die Runde brachte. Seine Erfahrung, sein Wissen und nicht zu vergessen seine Menschenkenntnis, machten ihn zu der Respektsperson schlechthin. Sein Wort hatte oftmals ultimatives Gewicht. Seine Meinung war gefragt, seine ruhige Art wohltuend.

 

 

Fritz Seitz

1947 trat Fritz Seitz jun. (genannt Fritzle) 14jährig der Kapelle bei. Anfänglich spielte er Trompete, später dann Bass. Diesem Instrument blieb er all die Jahre treu. Bereits als 23jähriger wurde er per Versammlungsbeschluß vom 21. Januar 1956 dem damaligen 1. Vorstand Wilhelm Schurr als quasi 1. Vorstand und Karl Steinrock als 2. Vorstand in Wartestellung" zur Unterstützung beigeordnet. in Jahhr sär, am 5. Januar 1957, wurde er dann im Alter von 24 Jahren zum 1. Vorstand gewählt und behielt dieses verantwortungsvolle Amt über die nächsten 30 Jahre bis 1987. Schon im ersten Amtsjahr 1957 hatte er die Durchführung des 50jährigen Jubiläums zu bewältigen.
Jubiläen sind herausragende Ereignisse in einem Vereinsleben, was aber ein Vorstand vereinstäglich als der Verantwortliche schlechthin zu leisten hat, kann nur der ermessen, der dieses Amt inne hatte.
Fritz hat es immer verstanden auseinander triftende Meinungen und Charaktere wieder zusammenzuführen, die Kapelle im Inneren zu stärken um sie nach Außen als verläßlichen Kulturpartner der Gemeinde und dem Umland präsentieren zu können. Junge Menschen für die Blasmusik zu gewinnen war ihm ein großes Anliegen. Er selbst hat vielen interessierten Jugendlichen Unterricht erteilt. Manche blieben, andere teilten die Begeisterung leider irgendwann nicht mehr. Ausflüge, Berg- und Kinderfeste planen und durchführen. Der dafür zeitlich notwendige Aufwand war ungleich höher wie heute, denn die Kommunikation beschränkte sich doch im wesentlichen auf den Brief. Nicht zu vergessen die jährlichen Pfingstlager auf seiner "Ranch" im Ried. Für viele heute bereits erwachsene Musiker waren diese Tage immer mit "Abenteuer" verbunden. Fritz(le) verstand es mit der Jugend umzugehen. Denn neben der Freude am Musizieren stand für ihn auch die Kameradschaft im Zentrum seiner Bemühungen um die Jugend.
Die unter Wilhelm Schurr ins Leben gerufene und bis heute bestehende Verbindung zur Musikvereinigung Hägendorf-Rickenbach, Schweiz, wurde von Fritz(le) intensiviert und durch verschiedene Besuche und Gegenbesuche der Kapellen zur Kameradschaft.
All dies 30 Jahre durchzustehen bedingt ein hohes Maß von zeitlichem Einsatz, Verantwortungsbereitschaft, Führungsstärke, Unterstützung durch die Kapelle und nicht zuletzt die notwendige Akzeptanz der Familie.
Unter seiner Führung wuchs die damals nur aus aktiven bestehende Kapelle auf 39 Mitglieder an.
Sein unermüdlicher Einsatz für die Blasmusik im Allgemeinen und die Musikkapelle Hohenstaufen im Besonderen fand in einer Reihe von außergewöhnlichen Ehrungen eine würdige Anerkennung.
Fritz(le) hat mit seiner Arbeit einen wesentlichen Beitrag für die Bestandssicherung der Musikkapelle geleistet. Wenn er auch nicht mehr aktives Mitglied ist, so bleibt er doch dem musizierenden Teil des Vereins sehr verbunden.

Karl Steinrock, der Liedermacher

Karle, wie ihn viele nannten, war nicht nur ein hervorragender Musiker, sondern auch ein ausgezeichneter Sänger. Unzählige Ausflüge und Busfahrten boten ihm immer wieder Gelegenheit, seine Lieder anzustimmen und alle Musiker mitzureißen. Gute Musik zu machen war ihm Pflicht. Auch noch nach Stunden des Musizierens legte Karl größten Wert auf saubere gekonnte Spielweise. Trotz manchem kühlen Nass, das dabei die Kehle passierte, ließ er nie die notwendige Ernsthaftigkeit während eines Auftrittes vermissen.